Bye, bye Hollywood Hills…

Einige unter euch haben mir im Vorfeld versichert, nach dieser Auszeit wird sich ‚etwas‘ verändern. Ich habe damals gelacht, den Kopf geschüttelt und gedacht ‚wer’s glaubt‘! Wahrscheinlich hattet ihr doch recht und es wird wohl in Zukunft der eine oder andere Spruch kommen, im Sinne von: relax, life is too short…

Nun kommt der Abschied und wie ihr wisst, ist dies nicht mein Ding. Darum mache ich es kurz. Wer kann, soll während dem Lesen dieser letzten Zeilen welche ich in den USA verfasse, den Song ‚Bye Bye Hollywood Hills‘ von Sunrise Avenue hören. (Smü, ich schaffs beim besten Willen nicht, das Lied im Blog einzubauen… 😕)

Hier schon mal der Anfang vom Song in Textform:

Now this is not the time or the place

for a broken-hearted

‚cause this is the end of the rainbow

where no one can be too sad

No I don’t wanna leave

but I must keep moving ahead

‚cause my life belongs to the other side

behind the great ocean’s waves

Bye bye, Hollywood Hills

I’m gonna miss you, where ever I go

I’m gonna come back to walk these streets again

Bye bye, Hollywood Hills forever

Thank you for the morning walks on the sweet sunset

And for the hot night moments

For the fantasy in my bed

I take part of you with me now

and you won’t get it back

and a part of me will stay here

you can keep it forever, dear

Bye bye, Hollywood Hills

I’m gonna miss you, where ever I go

I’m gonna come back to walk these streets again

Remember that we had fun together…


Nach ungefähr 4200km Fahrt ist die Rundreise nun in LA zu Ende. Der Nissan Rogue hat seinen Job gut gemacht, an die Vorzüge des Audis (vor allem an den abstandsregelnden Tempomaten) kommt er natürlich nicht ran. In dreieinhalb Wochen sind wir durch 4 Bundesstaaten gereist und haben dabei Temperaturen von 16 – 51 Grad erlebt. Karge Wüstenlandschaften haben sich mit grünen Wäldern, klaren Bergseen, und Wildniss mit Grossstädten abgewechselt. Zwischendurch gab es immer mal wieder Gelegenheiten, mit Landsleuten in Kontakt zu kommen: die ältere Dame auf der Queen Mary, welche spontan ein Bier ausgegeben hat, der ‚Mann im Bus‘, der Captain, der Cable Car Führer, einige Uberdriver… Schön, wie aufgeschlossen, hilfsbereit, freundlich und gesprächig viele Menschen hier sind.  😉


And at the end, it’s time to say thank you…

Danke den Schulen Baar, für die Möglichkeit dieser Intensivweiterbildung mit all den bereichernden Erfahrungen. ✈️⛵️ Auf das Zurückkommen und die weitere Zusammenarbeit freue ich mich sehr. 

Danke Claudia und Daniela, ihr habt mir in der Schule den Rücken frei gehalten, so dass ich entspannt geniessen konnte. Den Caipi-Abend habt ihr euch mehr als verdient! 😊

Danke an alle lieben Menschen zu Hause, welche sich an meinem Blog erfreut haben. Danke insbesondere an Süsi und Nicole, die Sprachnachrichten und Videos von David, Manuel und Jeremy haben mir gefallen! 😘

Danke Bernadette für die Zeit in Barcelona, der Austausch mit dir war super und der Zufall, dass wir nach 16 Jahren wieder gemeinsam unterwegs sein konnten einfach toll! 😀

Danke Desi und Sämi für die Zeit in San Diego, die vielen lustigen Momente und die guten Gespräche über das Leben. 😎

Danke Roger für meine Freiheit. 💫

Finalstop Santa Barbara…

Bevor wir am Samstagmorgen in SF losfuhren, wollte ich mir am Vorabend die GGB noch bei Nacht anschauen. Der lange Spaziergang entlang der Küste mit den kleinen Häfen und Parks hat sich gelohnt. Einmal mehr war es nach Sonnenutergang unglaublich kalt und es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis endlich ein Bus kam, welcher an die Fisherman’s Warf zurück fuhr. 


Am Samstag standen wir dann zum ersten (und mit Glück) auch zum letzten Mal im Stau. Als sich dieser auflöste, hatten wir freie Fahrt auf dem Freeway 101 Richtung Süden. Die berühmte und wunderschöne Küstenstrasse Highway 1 ist ja bekanntlich seit Anfang Jahr, wegen diverser Erdrutsche, gesperrt. 

Das Städchen Santa Barbara ist wirklich schön. Ich habe gestern noch einen tollen Trödelladen entdeckt. Dort konnte ich meine Sammlung an Fingerhüte aus Silber um 2 Stück erweitern. 



Da der morgige Tag nach dem Zmorge ganz im Zeichen der Abreise stehen wird, bleibt noch ein letzter Tag hier an der Sonne und unter den Palmen Kaliforniens…

Cable Car, Segeltörn und Golden Gate…

Einige von euch teilen sich mir auf unterschiedlichen ‚Kanälen‘ mit. Es freut mich, wenn ich von euch höre. Ja, Süsi du hast recht, es ist viel passiert und glaub mir, ich freue mich auf den Apéro bei dir im Garten. Noch fünfmal schlafen, dann gehts im Flieger Richtung Europa. Gibt es etwas schöneres, als von lieben Menschen erwartet zu werden? Wohl kaum. 

Aber noch bin ich hier und berichte aus SF. Gestern Morgen haben wir die Cable Cars genommen, um in die Innenstadt zu gelangen. Ich frage mich noch immer, nach was für einem System, diese fahren. Es gibt nämlich keinen Fahrplan. Wenn ein Wagen voll ist, wird aus unbekannten Gründen noch etwas gewartet, bis dieser eingekupppelt wird und losfahren kann. Wer vorne, im offenen Teil sitzen kann, hat natürlich die besten Plätze. Wir liessen anderen Personen den Vortritt, ganz nach dem Motto: ,jede Tag en gueti Tat’… 




Am Nachmittag stand dann der kurzfristig zustande gekommene Ersatz-Segeltörn auf dem Programm. Es war toll und wir hatten ganz schön viel Wind. Ich bin allerdings trotz mehrschichtiger warmer Kleidung beinahe erfroren. Keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal so kalt hatte. Zum Glück haben wir im Hotel eine Badewanne, so konnte ich mich wieder aufwärmen. Nachher feierten endlich die Seraina-Segelsocken Premiere. Danke nochmals Schwesterchen, ich war echt froh drum!



Extra für die gwundrigen, von denen es unter euch ja einige gibt, habe ich gestern noch einen Rundgang durch das Hotel gemacht. In der Lobby und im Innenhof ist vieles im Maritimstyle eingerichtet. 


Heute Morgen ging der Tag für mich im Starbucks los, ganz wie in San Diegos-Studentenzeiten. So konnte ich ein paar Zeilen für die Schule tippen, bevor es mit Sightseeing weiter ging. 


Es ist ja logisch, dass man nicht nur unter der Golden Gate Brücke durchsegelt, sondern diese auch begehen will. Dies war der Plan für heute Nachmittag. Der Bus führte uns zur Brücke, welche aber vorwiegend auf der SF-Seite im Nebel stand. So kamen wir auf die Idee, mit dem Bus über die Brücke zu fahren und diese von der Sausolito-Seite her zu begehen. Ohne gross zu überlegen, bestiegen wir den Bus, welcher praktischerweise gleich bereit stand. Dies führte zu einer längeren, ca. 40 Minütigen Fahrt, denn wir hatten einen Überlandbus erwischt, der uns nach San Rafael brachte. Natürlich ohne gültiges Ticket. Mir war zwischenzeitlich auch klar, warum uns der Fahrer beim Einsteigen so komisch angesehen hatte. Für den Rückweg kauften wir ordungsgemäss beim Chauffeur einen Fahrschein. So liessen wir uns zur Brücke retour bringen. Dort hatte sich der Nebel zwischenzeitlich verzogen und wir konnten die Brücke besichtigen. Im Wasser gab es aber noch etwas viel spannenderes zu sehen: einen Wal. Dieser vertrieb sich die Zeit, indem er abwechselnd eine Wasserfontäne ausstiess und dabei seinen Rücken zeigte oder seine Schwanzflosse aus dem Wasser streckte. Auf irgend einem Bild, natürlich wieder auf der anderen Kamera, habe ich ihn sicher ‚verewigt‘!


(Dort wo das Nebelband hängt, befindet sich die Brücke.)

Yosemite NP – San Francisco

Hier noch ein letztes Bild vom Sternenhimmel im Death Valley. Hab einfach mal wild mit der Kamera und den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten rumgepröbelt und bin dabei, obwohl kurz vor Mitternacht, richtig ins Schwitzen gekommen. Es war so unglaublich heiss!

Am Tag darauf, also gestern, sind wir am frühen Morgen Richtung Yosemite NP aufgebrochen. Unglaublich aber wahr, als wir über den Tioga Pass fuhren, kamen wir auf etwas mehr als 9900ft (über 3000m) dem Schnee sehr nahe. Die Temperaturen halbierten sich in Kürze und so war es plötzlich nur noch 23 Grad warm. 



Landschaftlich hat es mir im Yosemite NP sehr gut gefallen. Zahlreiche grosse Wiesen, viele schöne, alte Bäume, kleinere und grössere Seen, sowie Bäche und Flüsse waren zu sehen. Dies alles erinnerte mich etwas an die Schweiz und an Kanada. Bei der Lodge gab es viele Squirells, Eidechsen und farbige Vögel (Seraina würde sie kennen, für mich sahen sie aus wie Spechte).



Der gigantische Wasserfall, gleich hinter dem Haus, erinnerte mich an die Seerenbachfälle in Amden und die Ausflüge dahin, zusammen mit Grosspapi. Gleichzeitig dufteten die Pinien wie anno dazumal in Alba Adriatica, als Famiglia Staub noch unisono in die Ferien fuhr…




Heute ging es weiter nach San Francisco. Als ich etwa 2 Stunden vor Ankunft das Steuer übernahm, dachte ich nach jedem Hügel, über den wir fuhren, ‚jetzt kannst du dann das Meer sehen‘! Nichts, nichts, nichts. Die freundliche Navi-Frau hat übrigens während meiner Fahrt kein Wort gesprochen. Langsam nehme ich es ihr dann doch übel…

Und plötzlich war sie da, die Bay Bridge und mit ihr die Bucht von SF. Da diese Stadt meine Initialen trägt, gehörte auch mir die Zieleinfahrt.


Das Hotel Zephyr liegt direkt an den Piers und so konnte ich bereits einen ersten Eindruck gewinnen und dabei (endlich wieder) Meerluft schnuppern. Den Segeltörn, welchen ich für den 26.08. (statt für morgen 26.07.) gebucht hatte, liess sich glücklicherweise kostenlos stornieren. Dumm nur, dass der Sonnenuntergangstörn für die nächsten 4 Tage bereits ausgebucht ist. Nun gehts halt am Nachmittag raus aufs Meer. #sälberschuld


Las Vegas – Death Valley

Es war wirklich unglaublich in Las Vegas, das Hotel, die Suite, der Pool, die Stadt, die Lichter… Einfach alles! Schade, dass wir nach 3 Nächten heute wieder weiter mussten. Für mich hätte es noch einige interessante Dinge zu sehen gegeben. 

Mit einer Ausnahme, dem Morgenessen. Dieses nannte sich ‚grab and go‘ und funktioniert so: mit einem Gutschein bekommt man an einer Theke entweder einen heissen Kaffee oder Tee. Wie ihr wisst, trinke ich ersteren gar nicht und zweiteren nur im Winter (mit Schuss) oder wenn ich nicht fit bin. Dazu gibt es einen halben Joghurtbecher mit geschnittenen Melonen und Ananas, also von jeder Frucht etwa 2 Stückchen und eine Box mit süssen Gebäcken, wie Muffins, Zimtschnecken… Ausser den Früchten bekam ich davon nichts runter und es war leider nicht möglich, ein anderes Getränk zu bestellen. Die Anfrage am Front Desk, ob wir ein anderes Frühstück bekommen könnten, wurde verneint.

Dieses coole Dach gehört zu einer Shopping Mal direkt neben dem Venetian. 


Nur wenige Blocks weiter befindet sich der goldene Trump-Tower. 


Den gestrigen Abend verbrachten wir an der Fremont Street, dort ist eigentlich rund um die Uhr etwas los. Auf dem Weg dorthin hat es eine Strasse mit vielen typischen Wedding Chapels. Meistens gehört auch ein Motel dazu. 




Heute Morgen ging das Checkout zackig. Als Entschädigung für das lausige Frühstück (was ich nochmals erwähnte, aber niemand interessierte) und der abartig hohen Resort Fee hat mir das Hotel einen Kugelschreiber mit auf den Weg gegeben. 😉 Beim Valet Parking nannte mir der freundliche Herr eine Wartezeit von 7 Minuten. Als unser Auto nach 20 Minuten noch nicht da war, erkundigte ich mich nochmals. Komisch, ausgerechnet unser Bon war nicht gescannt worden! Nun bekamen wir einen VIP-Call und das Auto stand in 5 Minuten bereit!


Auf dem Weg ins Death Valley gab es vor allem öde Steinlandschaften und wenige Alliens zu sehen. Auf der Strasse war es mit 45 Grad so heiss, dass die Luft nur noch flimmerte und der Eindruck entstand, das Auto vor uns würde schweben. 




Im Death Valley angekommen fuhren wir zuerst zum Badwater Bassin, welches 85.5 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Nach einigen Fotos sah ich keinen Grund mehr, mich länger in der 51 Grad warmen Hitze aufzuhalten. Was für ein Glück, dass es auch in Autos Klimaanlagen gibt. (Gäll Mami…)


Nun warte ich im klimatisierten Zimmer auf’s Abkühlen der Luft, damit ich mich nach draussen wagen kann, um zu testen, wie warm das Poolwasser ist. Für Morgen wünsche ich mir einen frühen Start, am besten um 06.00 Uhr, denn auch in der Nacht sollen die Temperaturen nicht unter 40 Grad fallen… 

Sendepause die Zweite…

The Venetian, ganz nach dem Motto: ‚dörfs es bitzeli meh sii?‘


Die Taube ist tatsächlich echt!





Der Himmel ist täuschend echt gemalt und wenn man durch die Gassen Venedigs spaziert, meint man sogar, die Wolken würden sich bewegen. 



Gigantisch! Ich kann mich kaum sattsehen und bin einfach begeistert von diesem Hotel. Weil es so riesig ist, kann man jeden Tag Neues entdecken, muss aber gleichzeitig auch sehr darauf achten, dass man sich nicht verläuft. 

Aus Wikipedia:

Am 30. Dezember 2007 wurde das Schwesterhotel „The Palazzo“ vom The Venetian eröffnet. Zusammen haben beide Hotels 7.128 Zimmer, es war somit zwischen 2008 und 2015 der größte Hotelkomplex der Welt. Mittlerweile wurde das Venetian vom First World Hotel in Malaysia (7.351 Zimmer) überholt und steht nun an zweiter Stelle der Hotels mit den meisten Zimmern.

Sendepause…

In Las Vegas mache ich heute sozusagen Sendepause. Ferien-, Hitze-, und Lustbedingt!





Zion NP

Weil die Fahrzeit heute nur 1,5 Stunden lang war, mussten wir uns am Morgen nicht beeilen. Beim Autobeladen stellten wir, mit mehr oder weniger grossem Schrecken fest, dass ich dieses am Vorabend vergessen habe abzuschliessen. Sind wir mal ehrlich, wer hätte denn mein Macbook und meine Fotoausrüstung brauchen können? Nicht lustig? Also: Glück gehabt!

Noch auf dem Hotelparkplatz meldete die Elektronik fehlende Luft im Reifen hinten links. Da an der nächsten Ecke eine Tankstelle war, konnten wir dort ‚Air‘ tanken. 

Die Fahrt zum Zion National Park verging dank dem Navi unterhaltsam: dieses spricht zeitweise deutsch, dann wieder englisch, oder aber auch gar nicht. Die Selbständigkeit mancher elektronischer Geräte ist wahrlich verblüffend – ich schwöre, an dem Ding nichts manipuliert zu haben. 😉


Im Park angekommen, entschieden wir uns gleich zum Visitor Center zu fahren, dort das Auto abzustellen und danach mit dem Shuttlebus den Park zu erkunden. Dummerweise hatten etwa 100’000 andere Menschen dieselbe Idee. Darum warteten wir vor einem einspurigen Tunnel eine halbe Ewigkeit, bis die Strasse für uns freigegeben worden ist. Am Visitor Center angekommen hatte es natürlich keine Tagesparkplätze mehr frei. Deshalb gab es dann in der Parkeigenen Brauerei etwas zu trinken und zu essen. 



Danach mussten wir erneut durch den Park, zurück zur Unterkunft fahren. Die Zion Mountain Lodge besteht aus einem Haupthaus mit Anmeldung und Restaurant. Dazu gehören auf einem grossen Stück Landwirtschaftsland viele kleine Blockhaus-Lodges. 


Schon beim Checkin ist mir die Kleidung der Frauen und Mädchen, welche hier leben und arbeiten aufgefallen. Alle tragen blaue oder braune Röcke mit schwarzen Leggins und haben schöne Flechtfrisuren. Ich denke, es sind Amishe. 

Zusätzlich zum Hotel werden hier eine Büffelherde, viele Pferde, Schafe, allerlei Hühner und sonstige Kleintiere versorgt. Zum Znacht habe ich einen einheimischen Bisonburger probiert. Mein Urteil: entweder bekam dieser zu Lebzeiten zu wenig zu trinken, oder der Koch hat ihn wirklich zu lange gebraten. Ob ‚medium‘ in Amerika anders gedeutet wird, als in der Schweiz? Ich weiss es nicht. Aber vielleicht teste ich beim nächsten Mal einfach ‚medium rare‘!



Bryce Canyon

Auf dem Weg von Lake Powell zum Bryce Canyon haben wir am Glend Canyon Dam einen ersten kurzen Zwischenstopp eingelegt. 



In Orderville hat es eine deutsche Bäckerei, auch dort machten wir einen Halt, um etwas zu essen. 

Nach einem heftigen Platzregen sind die Temperaturen von 38 auf etwa 25 Grad gesunken, diese Abwechslung ist, nach der Hitze der letzten Tage, willkommen. Ebenso war es dadurch angenehmer, im Bryce Canyon zu spazieren. 



Rainbow Bridge…

Den heutigen Tag verbrachten wir grossmehrheitlich auf dem Boot. Genauer gesagt cruisten wir gut 5 Stunden auf dem Lake Powell und legten dabei 100 Meilen zurück, um die Rainbow Bridge zu besuchen. 

Aber nun alles der Reihe nach:

Morgens um 07.00 Uhr mussten wir am Checkin der Lake Powell Marina erscheinen. Dort kramte eine indianisch aussehende Frau gemütlich und für längere Zeit in irgendwelchen Papieren, während die Menschen vor dem Schalter warteten. (Egal, dies hatte ich in San Diego ja mehrfach geübt.) Während dem Warten vertrieb ich mir die Zeit, indem ich das ‚Gepäck‘ der anderen Teilnehmer musterte. Da der Lunch selbst mitgebracht werden musste, konnte ich mal wieder einige ami-like Beispiele sehen: einen Rollkoffer, riesige Rucksäcke und sogar eine Kühlbox auf Rädern. Ich hoffte dann, dass wir mit einem Sandwich und einer Box mit geschnittenen Früchten, über die Runde kommen würden 😉. 

Etwa um halb 8 war dann alles zum Einsteien bereit. Das Boot fuhr in zügigem Tempo, dennoch benötigten wir für den Hinweg über den 600km2 grossen Stausee drei Stunden. 




Am Ziel angekommen legte das Boot an einem langen Steg an. Der freundliche, grauhaarige Captain fuhr das Manöver einwandfrei und wenn der Schiffsjunge das Festmachen mit Kopfschlag nicht verpeilt hätte, wäre es eine glatte 6er Landung gewesen.

Nach dem Schwimmsteg führte der sandige Weg direkt zur Rainbow Bridge. Sie ist die grösste natürliche Steinbrücke der Welt, mit einer Spannweite von 82m und einer Höhe von 88m. (Für alle, die wie ich mit solchen Daten nicht allzu viel anfangen können: man könnte die Freiheitsstatue darunter stellen.) Nach einer Legende retteten sich einige Navajo Indianer vor einer Sintflut durch die Brücke. Darum ist es für die Besucher verboten unter der Brücke durch zu gehen. 




Eine Stunde und ein bescheidenes Picknick später ging es mit dem Schiff wieder retour. Diesmal waren, im Gegensatz zum Morgen, die Plätze auf dem Upperdeck nicht mehr gefragt. Wer Rang und entsprechendes Equipment hatte, begab sich in den klimatisierten Salon, um dort zu Speisen. Wir bevorzugten es, die Heimfahrt an der Sonne zu geniessen, obschon diese recht heiss war. Als der Hafen bereits in Sichtweite kam, hatte ich extrem Lust auf ein eiskaltes Coke. Dieses sah ich, wie damals nach dem OL durch La Jolla, auch schon förmlich vor mir. Aber just in diesem Moment musste sich uns in einer Fahrrinne, in der überholen verboten ist, ein hässliches Hausboot mit angehängtem Motorboot in den Weg stellen. Der Captain und wenige andere interessierte Passagiere waren der Verzweiflung (ich dem Verdursten) nahe, bis dieser unfähige Bootsführer seinen Kahn endlich beiseite manöveriert hatte.


Endlich im Hafen angekommen, standen für die Vollgefressenen bereits Caddys (statt Rolltreppen) für den Rücktransport zum Hotel bereit. Wir bevorzugten es, den etwa 200m (!!!) langen Weg zu laufen, um so rasch wie möglich an der Hotelbar das langersehnte, eiskalte Pepsi (Coke hatten sie nicht) zu schlürfen.