Sealions in La Jolla…

Gestern brachte uns Uber nach La Jolla Beach. Dies ist ein Strand, welcher etwa 18km weiter nördlich liegt. Auf den Felsen dort leben Seelöwen. Viele Tiere lagen faul herum, andere haben sich im Wasser vergnügt. Auch wenn deren Anblick noch so beeindruckend war, einen Wermutstropfen gibt es: der Geruch. Natürlich bin ich für euch trotzdem ganz nahe hin, um Fotos zu machen… 😉

Nightlife…

Gestern Abend verfolgten Desi und ich das Ziel, die umliegenden Rooftopbars zu erkunden. (Desi ist eine auch nicht mehr ganz junge Mitstudentin aus der Schweiz.) In der Latitude Lounge befindet sich die Dachterrasse ’nur‘ im 12. Stockwerk. Die Preise der Drinks sind hoch, die Gläser dagegen eher klein:


Aus diesem Grund besuchten wir später noch die Sky Lounge. Dort kann man gemütlich um ein riesiges Gasfeuer sitzen, die Lichter der Stadt beobachten und dabei Drinks in ‚erwachsenengrösse‘ geniessen. Neben der Bar im 22. Stockwerk des Marriott Hotels, befindet sich der Petco Park. Dies ist ein Baseballstadion, in welchem gestern die San Diego Padres gegen die Detroit Tigers mit 1:0 gewonnen haben. Interessierte konnten das Spiel sowohl live, als auch auf einem überdimensionalen Bildschirm verfolgen. Scheinbar gibt es dort manchmal auch Konzerte. Dann sei der Platz über den Dächern mit Blick ins Stadion besonders begehrt, so sagte man mir. Schade, dass in den nächsten zwei Wochen hier kein Konzert stattfindet. 

Als wir kurz vor Mitternacht zurück in der Unterkunft waren, begann für das Partyvolk auf der Strasse erst die Nacht. Ich konnte trotz der Musik und dem Lärm von Mensch und Auto super schlafen. Man kann sich an alles gewöhnen und wie so oft im Leben ist vieles einfach nur eine Sache der Einstellung… 😉

By night…

Das war nun ein wirklich tolles Erlebnis, San Diego by night zu sehen! Ganz Touristen-like war ich mit einem Trolleybus unterwegs und konnte die Sehenswürdigkeiten, welche am Tag nicht ganz so spektakulär erscheinen, in der Nacht bestaunen. Natürlich hat mich meine Kamera dabei begleitet. Diese beiden Bilder will ich euch nicht vorenthalten…

Was sonst noch läuft? Ich gehe halbtags zur Schule und mache jeden Tag brav die Hausaufgaben. In der Klasse könnte ich „for free“ zusätzlich japanisch oder koreanisch lernen. Trotzdem versuche ich mich auf das Englische zu konzentrieren, auch wenn ich die Aussprache der asiatischen Mitschüler manchmal beim besten Willen nicht verstehe! Die Beurteilung des Lehrers werde ich zu einem späteren Zeitpunkt machen. Sagen wir es so: er bekommt bis dahin noch ein paar Chancen. Abgesehen vom Unterricht wohne ich ja downtown, da geht rund um die Unterkunft manchmal ganz schön die Post ab. Ein paar gastronomische Einrichtungen hier im Gaslamp Quarter haben wir natürlich auch schon getestet, ebenso ein feines Restaurant in Little Italy.

 

Finally San Diego…


Nach über 22 Stunden bin ich endlich am Reiseziel angekommen. 😎 Der Landeanflug direkt über die Stadt, sozusagen zwischen den Hochhäusern, mit Blick auf die Coronado Bridge und den Hafen war sehr eindrücklich. (Leider waren die Fenster der United Maschine so zerkrazt und angelaufen, dass die Fotos nicht sonderlich gut geworden sind.)


Nach kurzer Taxifahrt und unkompliziertem check-in habe ich mein zweistöckiges ‚Loft‘ bezogen. Es scheint, als könnte ich mich hier wohl fühlen für die nächsten 3 Wochen. 

Da es hier erst kurz nach 20 Uhr ist (bei euch 05.00), wartet nun noch eine kleine Erkundungstour auf mich… 😉

Weiter geht’s…

Aus irgend einem Lautsprecher ertönt hier am Flughafen Zürich immer eine Durchsage. Diese ist aber meist kaum zu verstehen. Auch nicht, wenn man der deutschen Sprache ‚grundsätzlich‘ mächtig ist. Scheinbar ist dennoch bald allen Wartenden klar, dass die Durchsage eine gewisse Familie ‚Steffen‘ betrifft, welche immediately ans Gate E47 kommen solle. Okay, jemand ist immer der Letzte! 🙄

Am Gate sitzend und die Menschen um mich musternd, überlege ich mir, wer wohl mein Sitznachbar sein könnte. Ihr wisst ja, ich stehe weder auf deftige Parfums noch auf Schweissausdünstungen oder Käsefüsse. 

Endlich einsteigen… Bye, bye Zürich. 

Ich muss sagen, einmal mehr war das Glück auf meiner Seite. Eine sehr sympathische Amerikanerin ohne Gerüche und mittleren Alters nahm neben mir Platz. Der neunstündige Flug nach Chicago verging, gemütlich eingenestet, wortwörtlich im Flug. Kaum waren wir in der Luft hatte ich mir bereits die Hälfte einer Komödie (Why him?) reingezogen. Zum zweiten Filmteil gabs ein ganz passables Vegimenu vom Hiltl. Danach schmiss ich ein Pfuusitablettli ein und schnarchte ein bisschen…


Als ich kurz erwachte sah es unter uns aus wie auf dem obigen Bild und die Crew verteilte Mövenpickglace. Ich entschied mich, nochmals etwas fernseh zu schlafen…

Einen Film später waren es nur noch 60 Minuten bis zur Landung. Nun bin ich in die USA eingereist und warte auf den Weiterflug nach San Diego. Zurzeit bin ich seit 14 Stunden unterwegs… Lustig, mir kommt es überhaupt nicht so vor! 😎

Kunst am Bau beim Terminalwechsel:

Bildung und so…

In den letzten drei Wochen war ich viel unterwegs und hatte die Gelegenheit verschiedene Bildungsinstitutionen zu besuchen. 

Gestartet bin ich mit einer Hospitation an der PH Zug und Luzern. Hier bekam ich einen Einblick in die ‚heutige‘ Lehrerbildung und machte mich mit dem LP21 besser bekannt. Danach versuchte ich die Klienten der Durchgangsstation Steinhausen mit kreativen Tätigkeiten zu begeistern. Meine Angebote wurden vor allem von den Kindern geschätzt und genutzt. 


Einen Tag verbrachte ich bei Kathrin Staubli in der Integrationsklasse in Zug. Das projektartige Schaffen, mit der kleinen Gruppe von 8 Kindern, machte enorm Spass! Am Schülerclub in Zürich dagegen fand ich es eher chaotisch, einmal mehr konnte mich das ‚eigenverantwortliche Lernen‘ in altersdurchmischten Gruppen nicht ganz überzeugen. 

Die beiden Brückenangebote IBA und KBA sind mögliche Anschlusslösungen für unsere SchulabgängerInnen. Es ist enorm, welches Engagement hier in die Unterstützung und Berufsfindung der Jugendlichen gesetzt wird. Ich denke, wer hier (im Kanton Zug) von einem dieser Angebote profitieren kann, darf sich glücklich schätzen. Schön, dass dies vielen Lernenden bewusst ist!

Schön auch, dass mir mal wieder so richtig bewusst wurde, wie gut ich es doch habe:

Meinen Leistungsnachweis für das CAS Kooperative Schulführung ist geschrieben und abgeschickt, das neue ESTA gelöst, die Reiseunterlagen studiert… Noch 2 Wochen, bis San Diego!


‚Bike to work‘, fast wie Ferien! 😎