Rainbow Bridge…

Den heutigen Tag verbrachten wir grossmehrheitlich auf dem Boot. Genauer gesagt cruisten wir gut 5 Stunden auf dem Lake Powell und legten dabei 100 Meilen zurück, um die Rainbow Bridge zu besuchen. 

Aber nun alles der Reihe nach:

Morgens um 07.00 Uhr mussten wir am Checkin der Lake Powell Marina erscheinen. Dort kramte eine indianisch aussehende Frau gemütlich und für längere Zeit in irgendwelchen Papieren, während die Menschen vor dem Schalter warteten. (Egal, dies hatte ich in San Diego ja mehrfach geübt.) Während dem Warten vertrieb ich mir die Zeit, indem ich das ‚Gepäck‘ der anderen Teilnehmer musterte. Da der Lunch selbst mitgebracht werden musste, konnte ich mal wieder einige ami-like Beispiele sehen: einen Rollkoffer, riesige Rucksäcke und sogar eine Kühlbox auf Rädern. Ich hoffte dann, dass wir mit einem Sandwich und einer Box mit geschnittenen Früchten, über die Runde kommen würden 😉. 

Etwa um halb 8 war dann alles zum Einsteien bereit. Das Boot fuhr in zügigem Tempo, dennoch benötigten wir für den Hinweg über den 600km2 grossen Stausee drei Stunden. 




Am Ziel angekommen legte das Boot an einem langen Steg an. Der freundliche, grauhaarige Captain fuhr das Manöver einwandfrei und wenn der Schiffsjunge das Festmachen mit Kopfschlag nicht verpeilt hätte, wäre es eine glatte 6er Landung gewesen.

Nach dem Schwimmsteg führte der sandige Weg direkt zur Rainbow Bridge. Sie ist die grösste natürliche Steinbrücke der Welt, mit einer Spannweite von 82m und einer Höhe von 88m. (Für alle, die wie ich mit solchen Daten nicht allzu viel anfangen können: man könnte die Freiheitsstatue darunter stellen.) Nach einer Legende retteten sich einige Navajo Indianer vor einer Sintflut durch die Brücke. Darum ist es für die Besucher verboten unter der Brücke durch zu gehen. 




Eine Stunde und ein bescheidenes Picknick später ging es mit dem Schiff wieder retour. Diesmal waren, im Gegensatz zum Morgen, die Plätze auf dem Upperdeck nicht mehr gefragt. Wer Rang und entsprechendes Equipment hatte, begab sich in den klimatisierten Salon, um dort zu Speisen. Wir bevorzugten es, die Heimfahrt an der Sonne zu geniessen, obschon diese recht heiss war. Als der Hafen bereits in Sichtweite kam, hatte ich extrem Lust auf ein eiskaltes Coke. Dieses sah ich, wie damals nach dem OL durch La Jolla, auch schon förmlich vor mir. Aber just in diesem Moment musste sich uns in einer Fahrrinne, in der überholen verboten ist, ein hässliches Hausboot mit angehängtem Motorboot in den Weg stellen. Der Captain und wenige andere interessierte Passagiere waren der Verzweiflung (ich dem Verdursten) nahe, bis dieser unfähige Bootsführer seinen Kahn endlich beiseite manöveriert hatte.


Endlich im Hafen angekommen, standen für die Vollgefressenen bereits Caddys (statt Rolltreppen) für den Rücktransport zum Hotel bereit. Wir bevorzugten es, den etwa 200m (!!!) langen Weg zu laufen, um so rasch wie möglich an der Hotelbar das langersehnte, eiskalte Pepsi (Coke hatten sie nicht) zu schlürfen. 

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